Transparenz: Calm by Nature ist der Ratgeber von FlowerPowerCBD. Autor ist Nick, Betreiber des Shops und seit rund zehn Jahren im CBD-Handel, kein Arzt und kein Anwalt. Wir verkaufen ausschließlich CBD-Aromablüten, die nicht zum Verzehr oder Rauchen bestimmt sind. Die hier besprochenen Studien belegen keine Wirkung unserer Produkte, und nichts auf diesen Seiten ersetzt ärztliche oder pharmazeutische Beratung.

„CBD hat keine Nebenwirkungen.“ Diesen Satz habe ich in all den Jahren unzählige Male gelesen, auf Verpackungen, in Foren, in Shops. Er ist falsch. CBD kann Nebenwirkungen verursachen und mit Medikamenten wechselwirken. Ich halte diese Seite für eine der wichtigsten in diesem Ratgeber. Shop-Links findest du hier bewusst keine, auch wenn der Ratgeber natürlich von einem Händler kommt.
Wenn du nur einen Satz mitnimmst: Wenn du regelmäßig Medikamente nimmst, sprich vor der Anwendung von CBD mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder in der Apotheke.
Häufige Nebenwirkungen
Die besten Daten zu Nebenwirkungen stammen aus den Studien zum Arzneimittel Epidyolex. Dort wurden allerdings sehr hohe Mengen eingesetzt. Häufigkeiten aus diesen Arzneimittelstudien lassen sich nicht direkt auf andere Mengen, Präparate oder Personengruppen übertragen. Gut dokumentiert sind insbesondere:
- Müdigkeit und Schläfrigkeit, vor allem zusammen mit anderen dämpfenden Stoffen wie Alkohol, Schlaf- oder Beruhigungsmitteln
- Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden, teils auch durch das Trägeröl
- Appetitveränderungen, meist weniger Appetit
- Erhöhte Leberwerte (mehr dazu im nächsten Abschnitt)
- Weitere Beschwerden wie Schwindel oder Mundtrockenheit werden ebenfalls berichtet; ihre Häufigkeit und die Zuordnung zu CBD sind je nach Präparat und Untersuchung weniger klar.
Die meisten dieser Effekte waren in Studien leicht bis mäßig und gingen nach dem Absetzen zurück.
Leberwerte: der Punkt, den du kennen solltest
Zu Leberrisiken bei niedrigeren Mengen gab es lange weniger belastbare Daten als zu den hohen Mengen in Arzneimittelstudien. Eine Studie der US-Arzneimittelbehörde FDA hat 2025 genauer hingeschaut.
Florian et al., JAMA Internal Medicine, 2025
Aufbau: 201 gesunde Erwachsene, randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert. CBD-Gruppe mit 5 mg pro kg Körpergewicht täglich (rund 350 mg bei 70 kg), vier Wochen.
Ergebnis: Bei 5,6 Prozent der CBD-Gruppe stiegen die Leberwerte (ALT/AST) auf mehr als das Dreifache der oberen Normgrenze. In der Placebogruppe bei niemandem.
Grenze: Erhöhte Leberwerte beweisen für sich allein keinen dauerhaften Leberschaden, können aber auf eine Schädigung hinweisen. Einige Personen im CBD-Arm erfüllten die im Protokoll festgelegten Kriterien für eine mögliche arzneimittelbedingte Leberschädigung. Untersucht wurden gesunde Erwachsene über vier Wochen; eine allgemeine Risikoprozentzahl für andere Mengen oder Langzeitanwendungen lässt sich daraus nicht ableiten.
Was ich daraus mitnehme: Die Leber ist kein theoretisches Thema. Wer CBD in größeren Mengen oder über längere Zeit nimmt, Alkohol trinkt oder eine Lebererkrankung hat, sollte das ärztlich besprechen und die Leberwerte im Blick behalten lassen.
Wechselwirkungen mit Medikamenten
Das ist für viele Menschen der wichtigste Abschnitt. Der Grund ist ziemlich einfach zu erklären.
Deine Leber baut Medikamente mithilfe bestimmter Enzyme ab, vor allem der sogenannten Cytochrom-P450-Familie. CBD wird unter anderem über CYP3A4 und CYP2C19 abgebaut und kann verschiedene Enzyme und Transportwege beeinflussen. Je nach Medikament können dadurch Wirkstoffspiegel oder die Bildung wirksamer Abbauprodukte verändert werden. Andere Medikamente können umgekehrt die CBD-Spiegel beeinflussen. Nicht jede im Labor vermutete Wechselwirkung ist beim Menschen bestätigt.
Du kennst das Prinzip vielleicht von der Grapefruit. Auf manchen Beipackzetteln steht, man solle keinen Grapefruitsaft trinken. Die Gemeinsamkeit: Beide können den Abbau von Arzneimitteln beeinflussen. Grapefruit und CBD wirken dabei aber nicht auf genau dieselbe Weise.
Bei welchen Medikamenten ist besondere Vorsicht nötig?
Die folgende Liste ist nicht vollständig und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie zeigt nur, wie breit das Thema ist:
| Medikamentengruppe | Beispiele | Warum relevant |
|---|---|---|
| Vitamin-K-Antagonisten | Warfarin; Phenprocoumon (Marcumar) gesondert prüfen | Für Warfarin gibt es CBD-Fallberichte mit erhöhten INR-Werten. Das lässt sich nicht unverändert auf Phenprocoumon übertragen. |
| Antiepileptika | Clobazam, Valproinsäure | Bei Clobazam kann der Spiegel eines wirksamen Abbauprodukts steigen und die Sedierung zunehmen. Zusammen mit Valproinsäure wurden häufiger erhöhte Leberwerte beobachtet. |
| Beruhigungs- und Schlafmittel | Benzodiazepine, Z-Substanzen | Verstärkte Müdigkeit |
| Antidepressiva und Psychopharmaka | z. B. Citalopram, Sertralin | Veränderte Spiegel möglich |
| Immunsuppressiva | Tacrolimus; Ciclosporin gesondert prüfen | Eine kleine kontrollierte Untersuchung zeigte deutlich erhöhte Tacrolimus-Spiegel unter CBD. Andere Immunsuppressiva sind gesondert zu bewerten. |
| Opioide und Schmerzmittel | z. B. Tramadol | Verstärkte Dämpfung möglich |
| Herz-Kreislauf-Medikamente | einige Calciumkanalblocker, Statine | Abbau über CYP3A4 |
Die Beispiele sind unterschiedlich gut untersucht: Manche beruhen auf kontrollierten Humanstudien, andere auf Fallberichten oder theoretisch möglichen Mechanismen. Dass ein Medikament in der Tabelle steht, heißt also nicht, dass jede Kombination nachweislich dieselbe Gefahr verursacht.
Wenn dein Medikament auf dem Beipackzettel einen Grapefruit-Hinweis hat, ist das ein guter Anlass, wegen CBD nachzufragen. Umgekehrt heißt das Fehlen eines solchen Hinweises nicht, dass keine Wechselwirkung möglich ist.
Wer besonders vorsichtig sein sollte
- Schwangere und Stillende: Es gibt kaum Daten zur Sicherheit. Tierstudien geben Anlass zur Vorsicht, und CBD geht in die Muttermilch über. Die EFSA konnte für diese Gruppe keinen sicheren Wert festlegen.
- Kinder und junge Menschen unter 25: Das Gehirn entwickelt sich noch. Auch hier sieht die EFSA keine ausreichende Datengrundlage. Diese Aussage betrifft allerdings CBD als Lebensmittel; ärztlich verordnete Behandlungen werden dagegen anhand der Erkrankung, des Präparats und einer Nutzen-Risiko-Abwägung beurteilt.
- Ältere Menschen mit mehreren Medikamenten: Je mehr Medikamente, desto höher das Risiko für Wechselwirkungen. Gerade hier lohnt ein Gespräch in der Apotheke. Viele Apotheken machen auf Wunsch einen Medikationscheck.
- Menschen mit Lebererkrankungen: CBD wird über die Leber abgebaut. Ärztlich abklären.
- Menschen vor Operationen: CBD kann mit Narkose- und Schmerzmitteln interagieren. Im Vorgespräch erwähnen.
CBD und Alkohol
Zu dieser Kombination gibt es wenige Studien. Müdigkeit und andere Beeinträchtigungen können bei der Kombination zunehmen. Bei einem untersuchten CBD-Arzneimittel erhöhte Alkohol außerdem die CBD-Aufnahme. Unbedenklich ist die Kombination also nicht. Ich würde beides nicht zusammen nehmen, und wenn du beeinträchtigt bist, fahr nicht.
CBD und Drogentests
Übliche Cannabis-Urinscreenings suchen nach THC-Abbauprodukten, insbesondere THC-COOH. Ein tatsächlich THC-freies CBD-Präparat sollte deshalb keinen solchen Befund auslösen. Die Bezeichnung „Isolat“ allein garantiert aber weder vollständige Reinheit noch ein negatives Testergebnis. Bei Vollspektrum-Produkten sieht das anders aus.
Dahlgren et al., JAMA Psychiatry, 2020
Aufbau: Von 15 aufgenommenen Erwachsenen beendeten 14 eine vierwöchige offene Untersuchung ohne Placebogruppe. Das geprüfte Vollspektrum-Produkt enthielt 0,02 Prozent THC; im Mittel wurden täglich ungefähr 34,7 mg CBD und 0,8 mg THC aufgenommen.
Ergebnis: Am Ende waren 7 von 14 im Urin positiv auf THC-Abbauprodukte.
Grenze: Kleine Gruppe, ein bestimmtes Produkt. Das heißt nicht, dass jedes CBD-Produkt jeden zweiten Test positiv macht. Es zeigt aber, dass die wiederholte Aufnahme kleiner THC-Mengen aus diesem Produkt zu positiven Urintests führen konnte.
Wichtig ist außerdem die Unterscheidung: Ein bestätigter positiver THC-Urintest weist auf eine frühere THC-Aufnahme hin; wann sie stattfand, lässt sich daraus allein nicht zuverlässig bestimmen. Eine aktuelle Beeinträchtigung ist damit nicht bewiesen. Im Straßenverkehr bezieht sich der THC-Grenzwert auf das Blutserum. Wenn Tests für dich beruflich oder sportlich relevant sind, bieten auch niedrige Laborwerte keine Garantie. Im Wettkampfsport sind neben THC weitere Cannabinoide außer CBD verboten.
Was tun, wenn du Nebenwirkungen bemerkst?
- Verwende ein nicht ärztlich verordnetes CBD-Produkt zunächst nicht weiter und lass Beschwerden abklären. Ein verschriebenes CBD-Arzneimittel solltest du nicht eigenständig abrupt absetzen; wende dich an dein Behandlungsteam.
- Bei leichten Beschwerden wie Müdigkeit oder Magenproblemen klingen die Symptome meist nach kurzer Zeit ab.
- Bei Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunklem Urin, starken Bauchschmerzen, ungewöhnlichen Blutungen oder Verwirrtheit: sofort ärztliche Hilfe suchen.
- Bei Atemnot, Schwellungen von Gesicht oder Zunge, Bewusstlosigkeit oder einem anderen akuten Notfall: 112 anrufen. Ändere verschriebene Medikamente nicht eigenständig, um eine vermutete Wechselwirkung auszugleichen.
- Wenn du Medikamente nimmst und CBD angewendet hast: Informiere deine Ärztin oder deinen Arzt, auch wenn es dir gut geht.
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Häufige Fragen zu Nebenwirkungen
Hat CBD Nebenwirkungen?
Ja. Die häufigsten in Studien waren Müdigkeit, Durchfall, Appetitveränderungen und erhöhte Leberwerte, meist abhängig von der Menge.
Kann CBD die Leber schädigen?
CBD kann mit Leberschädigungen in Verbindung stehen. In einer placebokontrollierten Studie mit 5 mg pro kg Körpergewicht täglich (rund 350 mg bei 70 kg) stiegen bei 5,6 Prozent der gesunden Teilnehmenden die Leberwerte auf mehr als das Dreifache der Norm, in der Placebogruppe bei niemandem. Einige erfüllten die Kriterien für eine mögliche arzneimittelbedingte Leberschädigung. Ein dauerhafter Schaden lässt sich daraus nicht pauschal ableiten.
Darf ich CBD mit Blutverdünnern nehmen?
Das solltest du nur nach ärztlicher Rücksprache tun. Für Warfarin gibt es Fallberichte über erhöhte INR-Werte unter CBD. Bei Phenprocoumon und anderen Gerinnungshemmern müssen mögliche Wechselwirkungen gesondert geprüft werden. Ändere weder den Gerinnungshemmer noch seine Dosis selbst.
Kann CBD einen Drogentest positiv machen?
Ein tatsächlich THC-freies Produkt in der Regel nicht. Produkte mit THC-Spuren, vor allem Vollspektrum-Produkte, können aber bei regelmäßiger Anwendung zu einem positiven Urintest führen.
Ist CBD in der Schwangerschaft sicher?
Das ist nicht belegt. Die Datenlage reicht nicht aus, und die EFSA konnte für Schwangere und Stillende keinen sicheren Wert festlegen. Verwende CBD in Schwangerschaft und Stillzeit nicht eigenständig; bei einer verordneten Behandlung besprich das Vorgehen mit deinem Behandlungsteam.
Quellen
- Florian J. et al.: Cannabidiol and Liver Enzyme Level Elevations in Healthy Adults. JAMA Internal Medicine, 2025, Quelle
- Dahlgren M. K. et al.: Urinary Tetrahydrocannabinol After 4 Weeks of a Full-Spectrum, High-Cannabidiol Treatment. JAMA Psychiatry, 2020, Quelle
- Balachandran P. et al.: Cannabidiol Interactions with Medications, Illicit Substances, and Alcohol: a Comprehensive Review. Journal of General Internal Medicine, 2021, Quelle
- Grayson L. et al.: An interaction between warfarin and cannabidiol, a case report, 2018, Quelle
- Phase-I-Studie zu CBD und Tacrolimus, 2024, Quelle
- EMA: Epidyolex, Fachinformation (Wechselwirkungen, Alkohol, Absetzen), Quelle
- EFSA: Provisional safe level for cannabidiol as a novel food, Februar 2026, Quelle
- EMA: Epidyolex, Fachinformation, Quelle
Über den Autor: Nick
Nick ist Gründer und Betreiber von FlowerPowerCBD und beschäftigt sich seit rund zehn Jahren beruflich mit CBD und Hanfprodukten: mit Einkauf, Chargenprüfung, Laborberichten und vielen, vielen Kundenfragen. Er ist kein Arzt. Medizinische und rechtliche Aussagen in diesem Ratgeber stützen sich auf die verlinkten Studien, Gesetze und Behördenangaben.
Zuletzt inhaltlich geprüft: 10. Oktober 2026